Zwei Startup-Gründer schnüren ein Nachtpaket und fahren damit der Post an den (Liefer-) Karren

12.03.2020

Die Startups Annanow und Pickwings spannen zusammen, um die Paket-Auslieferung revolutionieren – Ziel: 12 Stunden schneller und günstiger als die Schweizer Post.

Die beiden Startups sind überzeugt, dass ihr ehrgeiziger Plan gelingt – sie testen ihr gemeinsames Projekt Nachtpaket seit einigen Tagen (genaugenommen: Nächten) in Zürich. Verläuft die Pilotphase erfolgeich, soll der Nacht-Lieferdienst in zehn weiteren Schweizer Städten Kunden erfreuen und die Post das Fürchten lehren.

Der Service Nachtpaket

Die Startups Annanow und Pickwings kombinieren ihre Kernkompetenzen, nutzen bestehende Ressourcen und verkürzen die Lieferzeiten. Die neue Dienstleistung soll dem Handel mehr Zeit für die Annahme von Bestellungen einräumen, konkret bis 22 Uhr. Das sind fünf Stunden mehr im Vergleich zum aktuelle Modus, den die meisten Händler fahren: Bis 17 Uhr bestellt, am nächsten Tag geliefert. Nach 22 Uhr werden die Pakete eingesammelt, bei den verschiedenen Händlern von Pickwings abgeholt und in innerstädtische HUBs gebracht. Dazu nutzt Pickwings freie Ressourcen von Kleinlastwagen über das Liefernetzwerk des bestehenden digitalen Transport-Portals.

In den HUBs werden die Pakete sortiert und für die Feinverteilung in der Stadt bereitgestellt. Ab diesem Punkt übernimmt Annanow und liefert die Pakete über die bestehenden Ressourcen des cloudbasierten Kuriernetzwerks bis spätestens 7 Uhr am nächsten Morgen bei den Endkunden aus.

Das Next-Day-Angebot der Schweizer Post im City-Bereich kommentiert Pickwings-Gründer und CEO Marc Bolliger mit folgendem Statement:
Mit "Nachtpaket" schliessen wir eine Lücke in der Schweizer Transportlogistik und geben Schweizer Händlern eine ernst zu nehmende und vor allem ökologischere Alternative zum Angebot der Post – wir sind schneller, flexibler und effizienter. [...]

Erschienen am 12.03.2020 auf MoneyToday.ch. Autor: Ruedi Maeder

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