Post liefert keine Grosspakete aus, HĂ€ndler haben das Nachsehen

02.07.2020

Die Post sistiert die Auslieferung von Sperrgut. Doch die Online-Bestellungen von Garten- und FitnessgerÀten steigen. Eine Firma springt ein.

Die Post kĂŒrzt inmitten der Corona-Krise ihre Leistungen: Seit Montag werden keine Sperrgut-Sendungen mehr ausgeliefert. Den Handel trifft das zusĂ€tzlich, denn aufgrund geschlossener LĂ€den lĂ€uft das GeschĂ€ft ĂŒber das Internet.


In den Lagern der HĂ€ndler stapeln sich Waren wie GartengerĂ€te, Heimwerkzeug, FitnessgerĂ€te und Fernseher. Diese werden seit Beginn des Lockdowns vermehrt bestellt. Abhilfe dafĂŒr schafft das Transportportal Pickwings und beliefert Online-Kunden weiterhin.

FĂŒr den Handel hĂ€tten die BeschrĂ€nkungen der Post «katastrophale Folgen», teilt das Unternehmen mit. Umso mehr werden nun Pickwings' Lieferdienste nachgefragt. Das Liefervolumen habe sich seit vergangener Woche vervierfacht.



Mehr als 6000 Lk


Das digitale Liefernetzwerk vermittelt Transporte im Bereich Kleinsendungen, StĂŒckgut sowie Teil- und Komplettladungen. Rund 600 Transportfirmen mit ĂŒber 6000 Lastwagen bieten ĂŒber die Plattform Lieferungen an, ĂŒber 100 neue seien in den letzen Tagen hinzugekommen.


In der Branche stosse die Entscheidung der Post sauer auf, sagt Pickwings-CEO Marc Bolliger. «Es zeigt sich deutlich, dass sich die Post in dieser herausfordernden Zeit nur auf die Erhaltung ihres eigenen Monopols fokussiert. Statt mit uns Privaten zu kooperieren, riskiert sie den Zusammenbruch des gesamten Schweizer Handels. Dies werden wir nicht zulassen.»


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